Sonntag, 3. Oktober 2021

Log #132 - Evakuierung


Mein Spitzel bei Shubin drohte aufzufliegen. Nur eine Evakuierungsmission konnte ihm helfen.


Log #132 - Evacuation

My informer at Shubin was in danger of being exposed. Only an evacuation mission could help him.







Ich hatte eine beunruhigende Nachricht von meinem Spitzel bei Shubin erhalten. Er hätte erschreckende Informationen über die Pläne von Shubin. Allerdings drohte er aufzufliegen, die Schlinge würde sich immer enger zu ziehen. Er könne das Shubin Hauptquartier nicht über den Haupteingang verlassen. Es gab nur einen Weg. Wir mussten ihn über das Dach evakuieren. Ich fühlte mich verpflichtet ihm zu helfen. Fühlte mich aber mit der Situation überfordert. Zum Glück wollten mir Brubacker und Kjeld helfen.


Ich traf Brubacker auf der Orbitalstation Port Tressler. Auch er hatte beunruhigende Nachrichten. Unter einem falschen Vorwand wurde er nach Microtech eingeladen. Es stellte sich heraus, dass ihn das MBOC in eine Falle gelockt hatte. Brubacker wurde verhört. Die Agenten wollten wissen, was er über ENOS und Xedan wusste. In letzter Sekunde wurde Brubacker von Thane befreit. Wir schienen dem Komplott im Stanton System dicht auf den Versen zu sein. Die Mächte hinter ENOS wurden nervös. Das brachte allerdings auch uns immer mehr ins Fadenkreuz.


Auch Kjeld war zur Zielperson geworden. Er war vorsichtig und wählte einen gut versteckten Treffpunkt. Ausgerechnet das Drogenlabor auf dem Microtech Mond Calliope. Was für eine Ironie des Schicksals. Noch vor einigen Monaten hatte mich Kjeld bei einer Sicherheitskontrolle mit Drogen erwischt. Jetzt suchte er Schutz in einem Drogenlabor. Dort sollte ich ihn und einige seiner Leute abholen. Ich musste lachen. Treffen mit der Sicherheitsfirma TYR in einem Drogenlabor. 


Als Brubacker und ich vor dem Drogenlabor gelandet waren flog eine 600i über uns hinweg. Ich dachte noch was für ein Luxus für die Luftraumüberwachung. War aber überrascht, dass TYR so ein Schiff in Besitz hatte. Nachdem sich das innere Schot der Luftschleuse geöffnet hatte schaute ich in mehrere Gewehrläufe. Erstarrt blieb ich stehen und hob die Hände. Rot leuchtende Augen schauten mich an. Mehrere Gestalten in grauer Piratenrüstung umringten mich. Ich kannte die Rüstungen. Sie waren aus Grim Hex.
“Wer sind Sie?” brüllte einer.
“Sachte Jungs. Ich bin’s.” erwiderte ich mit zaghafter Stimme und nahm meinen Helm ab.
“Zero bist Du das?” 
“Ja wer sonst. Nehmt die Waffen runter bevor sich noch jemand verletzt.”
“Man kann ja nie Wissen wer in ein Drogenlabor rein spaziert.” antwortete Root lachend.
“Da hast Du recht. Diese Orte sind gefährlich. Gehört die 600i draussen zu Euch?” 
“Nein. Das ist niemand von uns.” Kjeld klang besorgt.
“Dann lasst uns schnellsten verschwinden bevor noch unerwarteter Besuch kommt. Ich informiere Euch auf dem Flug nach New Babbage.” 


Unser Plan war einfach. Wir wollten mit dem White-Rabbit auf dem Dach vom Shubin Hauptquartier landen. Kjeld und Daos bildeten das Außenteam. Sie würden rausgehen, die Zielperson aufnehmen und in die Star Runner bringen. Root besetzte den Scanner. Von dort konnte er Kontakt mit dem Spitzel aufnehmen und den Funkverkehr überwachen. Brubacker und ich blieben im Cockpit und flogen das Raumschiff. So weit so gut. Was sollte da schon schief gehen dachte ich mir als das Gebäude von Shubin vor uns auftauchte. Es war Nacht, die Lichter von New Babbage funkelten heller als die Sterne. Doch ich hatte keinen Blick für die Schönheit der nächtlichen Stadt. Meine Konzentration war voll und ganz auf den Anflug gerichtet.


Bei der Landung auf dem Dach musste ich sehr präzise sein. Das Landepad war links und rechts von einer Wand flankiert. Sie sah aus wie ein gigantisches Treppengeländer. Es war nicht viel Platz für die White-Rabbit. Ich landete mit dem Heck in Richtung Gebäudeeingang. So hatte das Außenteam einen kurzen Weg. Das mächtige Fahrgestell der Star Runner setzte auf, die Federung fing das Schiff sanft ab. Ich gab das Kommando für den Einsatz und ließ die Triebwerke laufen. Die Heckrampe öffnete sich und das Außenteam verließ die White-Rabbit.


Mein Blick und mein Zeigefinger lagen noch auf dem Schalter für die Heckrampe als Brubacker rief. “Da ist gerade ein Raumschiff an uns vorbei geflogen.”
“Wo?” erschrocken schaute ich aus dem Cockpitfenster. “Ich sehe nichts.”
“Ja da. Gerade an uns vorbei.”
Suchend schaute ich in den Nachthimmel, konnte aber kein Raumschiff sehen. Und dann passierte es. Ein Alarm ertönte, ein rotes Licht leuchtete im Cockpit auf. “Radarlock”! Jemand hatte uns mit seinem Waffen-Zielcomputer aufgeschaltet.
“Verdammt.” mit der Faust haute ich auf das Steuerhorn. Wer war das? Und wo blieb das Außenteam?
Dann kam die Meldung von Kjeld. “Auf dem Dach ist niemand. Auch im Eingangsbereich nicht. Wir kommen zurück an Bord.”
Das konnte doch nicht wahr sein. Was war hier los? 
“Root, irgendwas im Funk? Hast Du eine Nachricht von der Zielperson?” ich wusste nicht was lauter war. Mein Herz oder meine Stimme.
“Auf dem Kanal zum Spitzel ist nichts.” kam prompt die Antwort von Root. 
“Und sonst im Funk?”
“Warte. Da ist ein Funkspruch im Kanal des MBOC.”

Terroristische Aktivitäten beim Hauptquartier von Shubin Interstellar. Möglicher Bezug zum inhaftierten Maulwurf bei Shubin.
Entsenden die MSF zur Klärung der Situation.


“Wer ist die MSF?” ich war verwirrt, aufgeregt und überfordert.
“Ist doch völlig egal. Wir müssen weg. Der Funkspruch kam vom MBOC. Ich will nicht wieder in die Hände der Folterknechte fallen.” Angst war in der Stimme von Brubacker zu hören.
“Du hast recht. Ist das Außenteam an Bord?”
“Außenteam an Bord.” meldete Root.
Die White-Rabbit erhob sich und glitt über die Kante vom Dach des Hochhauses. Dann ließ ich sie nach unten fallen. Wir fielen, kurz vor dem Boden fing ich sie ab und donnerte zwischen den Hochhäusern der Stadt hindurch. Die Warnleuchte “Radarlock” leuchtete noch immer. Ich musste das andere Schiff abschütteln. Wer auch immer es war.
Nach einem waghalsigen Tiefflug und mehreren zick zack Quantumsprüngen im Orbit landete ich in der Einsamkeit der Tundra von Microtech, weit weg von irgendwelchen Außenposten. Ich musste durchatmen und mich beruhigen. 


“Sind wir hier sicher?” Kjeld hatte Sorgenfalten auf der Stirn.
“Hier findet uns so schnell niemand.”
“Und jetzt?”
Wir standen im Aufenthaltsraum der Star Runner und blicken uns ratlos an. Irgendjemand war uns zuvor gekommen und hatte den Spitzel geschnappt. Meine Informationsquelle war versiegt. Wir selbst waren gerade noch davongekommen.
“Wir müssen auf die Renaissance. Zur Thiago Party. Ich wette da laufen alle Fäden zusammen.” platzte es plötzlich aus Brubacker hervor.
Ich schaute ihn entgeistert an. “Wie sollen wir da rauf kommen ohne Einladung?”
Dann meldete sich Kjeld zu Wort. “Wir mischen uns unter das Personal und durchsuchen heimlich das Schiff. Wir brauchen nur noch eine schnelle Fluchtmöglichkeit.”
Alle nickten zustimmend.
“Bleibt nur noch die Frage wo wir unsere geheimen Informationen sichern können.” fuhr Kjeld fort. “ArcCorp wäre ein guter Ort. Dort können wir in der Masse der Menschen und Signale untertauchen. Wie wäre es bei Dir in der Redaktion Bru? ”
“Da kannst Du sie gleich der Thiago und dem MBOC geben. Die Tür bekommst Du mit einem Zahnstocher auf.” 
“Ich könnte Twitch fragen.” überlegte ich laut. “Sie kontrolliert die Unterwelt auf ArcCorp. Über sie hatte ich auch den Kontakt zu dem Spitzel bekommen. Könnte sein, dass sie uns hilft.”
Ich fragte mich welche erschreckenden Informationen der Spitzel hatte. Wir waren der Aufklärung so nahe. Jetzt standen wir mit leeren Händen da. 




English version

Log #132 - Evacuation




I had received a disturbing message from my informer at Shubin. He had frightening information about Shubin's plans. However, He was in danger of being exposed. He could not leave Shubin headquarters through the main entrance. There was only one way. We had to evacuate him via the roof. I felt obligated to help him. But felt overwhelmed with the situation. Fortunately, Brubacker and Kjeld wanted to help me.


I met Brubacker at the orbital station Port Tressler. He, too, had disturbing news. Under a false pretext, he was invited to Microtech. It turned out that the MBOC had lured him into a trap. Brubacker was interrogated. The agents wanted to know what he knew about ENOS and Xedan. At the last second, Brubacker was freed by Thane. We seemed to be close on the heels of the plot in the Stanton system. The powers behind ENOS became nervous. However, this also brought us more and more into the crosshairs.


Kjeld had also become a target. He was careful and chose a well-hidden meeting place. The drug lab on the Microtech moon Calliope, of all places. What an irony of fate. Just a few months ago, Kjeld had caught me with drugs at a security checkpoint. Now he was seeking protection in a drug lab. There I had to pick him and some of his people up. I had to laugh. Meeting with the security company TYR in a drug lab. 


When Brubacker and I landed in front of the drug lab, a 600i flew over us. I still thought what a luxury for air surveillance. But was surprised that TYR had such a ship in its possession. After the inner door of the airlock had opened I looked into several gun barrels. Frozen, I stopped and raised my hands. Red glowing eyes looked at me. Several figures in gray pirate armor surrounded me. I knew the armor. They were from Grim Hex.
"Who are you?" one roared.
"Easy boys. It's me." I replied in a timid voice, taking off my helmet.
"Zero is that you?" 
"Yeah who else. Put the guns down before someone else gets hurt."
"You never know who's going to walk into a drug lab," Root replied with a laugh.
"You're right about that. Those places are dangerous. Is the 600i outside with you?" 
"No. It's not one of ours." Kjeld sounded concerned.
"Then let's get the hell out of here before any more unexpected visitors arrive. I'll brief you on the flight to New Babbage." 


Our plan was simple. We were going to land the White Rabbit on the roof of Shubin headquarters. Kjeld and Daos would form the away team. They would go out, pick up the target, and bring it into the Star Runner. Root manned the scanner. From there he could make contact with the informer and monitor radio traffic. Brubacker and I stayed in the cockpit and flew the spacecraft. So far so good. What could go wrong I thought to myself as the building of Shubin appeared in front of us. It was night, the lights of New Babbage twinkled brighter than the stars. But I had no eyes for the beauty of the city at night. My concentration was fully on the approach.


I had to be very precise when landing on the roof. The landing pad was flanked by a wall on the left and right. It looked like a gigantic stair railing. There wasn't much room for the White Rabbit. I landed with the tail toward the building entrance. This gave the away team a short walk. The mighty landing gear of the Star Runner touched down, and the suspension gently caught the ship. I gave the command for the mission and ran the thrusters. The aft ramp opened and the away team exited the White Rabbit.


My gaze and index finger were still on the switch for the aft ramp when Brubacker called out. "There's a spaceship just passed us."
"Where?" startled, I looked out the cockpit window. "I don't see anything."
"Yeah there. Just past us."
Searchingly, I looked up at the night sky, but couldn't see any spaceship. And then it happened. An alarm sounded, a red light lit up in the cockpit. "Radarlock!" Someone had locked on to us with their weapons targeting computer.
"Damn it!" with my fist I pounded on the control horn. Who was that? And where was the away team?
Then came the message from Kjeld. "There's no one on the roof. Not in the entry area either. We're coming back on board."
This couldn't be true. What was going on here? 
"Root, anything on the radio? Do you have a message from the target?" I didn't know what was louder. My heart or my voice.
"Nothing on the channel to the informer." came Root's prompt reply. 
"And otherwise on the radio?"
"Wait. There's a radio message on the MBOC channel."

"Terrorist activity at Shubin Interstellar headquarters. Possible reference to detained informer at Shubin.
Sending MSF to clarify situation."


"Who's the MSF?" I was confused, agitated, and overwhelmed.
"It doesn't matter at all. We've got to get out of here. The radio call came from the MBOC. I don't want to fall into the hands of the torturers again." Fear was evident in Brubacker's voice.
"You're right. Is the away team on board?"
"Away team on board." reported Root.
The White-Rabbit rose and slid over the edge from the roof of the skyscraper. Then I dropped it downward. We fell, just before hitting the ground I intercepted the ship and thundered between the skyscrapers of the city. The "radarlock" warning light was still on. I had to shake off the other ship. Whoever it was.
After a daring low-level flight and several zig-zag quantum jumps in orbit, I landed in the solitude of Microtech's tundra, far from any outposts. I had to take a breath and calm down. 


"Are we safe here?" Kjeld had worry lines on his forehead.
"No one will find us here anytime soon."
"Now what?"
We stood in the Star Runner lounge, looking at each other, perplexed. Someone had beaten us to it and caught the snitch. My source of information had dried up. We ourselves had barely gotten away.
"We've got to get to the Renaissance. To the Thiago party. I bet that's where all the threads come together." Brubacker suddenly blurted out.
I looked at him, aghast. "How are we supposed to get up there without an invitation?"
Then Kjeld spoke up. "We'll mingle with the staff and secretly search the ship. All we need now is a quick getaway."
Everyone nodded in agreement.
"The only question that remains is where to secure our classified information." Kjeld continued. "ArcCorp would be a good place. There we can blend in with the mass of people and signals. How about at your place in the newsroom Bru? "
"There you can give it to Thiago and MBOC right away. You can get the door open with a toothpick." 
"I could ask Twitch." I pondered aloud. "She controls the underworld on ArcCorp, and it was through her that I got in touch with the snitch. Could be she's helping us."
I wondered what terrifying information the informer had. We had been so close to clearing it up. Now we were empty-handed. 


Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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