Mittwoch, 22. September 2021

Log #131 - Eis und Feuer


Ein Schmuggelauftrag führte mich durch Eis und Feuer.


Log #131 - Ice and fire

A smuggling mission took me through ice and fire.







Ein eisiger Sturm tobte. Es war dunkel und kalt. Ich war direkt vor dem Gebäude gelandet. Der Weg von der Frachtrampe der White-Rabbit bis zur Luftschleuse des Außenpostens war kurz. Trotzdem brauchte ich länger als gedacht. Mit schweren Schritten kämpfte ich gegen den Sturm an. Wenn der Wind nicht so laut gewesen wäre hätte man das knirschen des Schnees unter meinen Füßen hören können. Der Planet Microtech und seine drei Monde waren Eiskugeln. Sie waren am weitesten vom Zentralstern Stantons entfernt und bekamen nur wenig Wärme ab. Ich hätte es besser wissen müssen und trotzdem hatte ich nur eine leichte Rüstung an. Die Kälte bohrte sich wie spitze Nadeln durch meinen Raumanzug. Ich hatte wohl nichts dazu gelernt, als ich in New Babbage auf dem Hochhaus fast erfroren wäre.


Selbst im Außenposten war der Sturm unüberhörbar. Der Wind zerrte an den Wänden und am Dach. Wie eine eisige Faust schlug er auf das Gebäude ein. Die Wandverkleidungen klapperten wie die Zähne eines frierenden Menschen. Es war ungemütlich. Bei einem längeren Aufenthalt hätte ich mir Sorgen gemacht, ob das Gebäude der Gewalt des Eissturms standhalten würde. Aber ich hatte nicht vor länger als nötig zu bleiben. Ich schnappte mir das Paket und verschwand so schnell wie ich gekommen war.


Nachschub Flüge für die Drogenproduktion waren eine zeitkritische Sache. Nicht weil die Ware verderblich war. Man wusste nie wer unerwartet auftauchte. Und wenn jemand auftauchte waren es meistens keine freundlichen Zeitgenossen. Der Schlüssel zum Erfolg war unsichtbar zu sein, unter dem Radar zu bleiben. Und wenn man auftauchte war es das Beste schnell wieder zu verschwinden. Nach dem Start vom Außenposten verschwand ich mit der White-Rabbit, wir verschmolzen mit Schnee und Eis in der Dunkelheit der Nacht.


Das Paket musste ich zu einem Schrottplatz auf einem anderen Mond bringen. Eine andere Eiskugel, die gleiche Kälte. Auch hier wehte ein starker Wind. Er rauschte durch die eisigen Gerippe gestrandeter Raumschiffe. Große Kräne standen auf dem Schrottplatz. Ihre Klauen wehten im Wind hin und her als würden sie sich sanft in einen eisigen Schlaf wiegen. Diesmal war der Weg vom Landeplatz bis zum Gebäude weiter. Ich hatte 15 Minuten bis mich der eisige Griff des Kältetodes ergreifen würde. Und dann war da noch die Unsicherheit. Würde jemand kommen? War schon jemand hier und lauerte in einem Hinterhalt? Verstecke für einen Hinterhalt gab es genug auf dem Schrottplatz. So schnell es der Wind erlaubte lief ich zum Gebäude und lieferte das Paket im unteren Stockwerk ab. Doch damit war mein Auftrag nicht erledigt. Über die Treppe im Freien musste ich in das obere Stockwerk um ein kleines Päckchen Drogen zu holen. Mir war nicht wohl dabei so lange auf dem Schrottplatz zu sein, so lange den Gefahren ausgesetzt zu sein. Den Gefahren der Kälte. Der Gefahr entdeckt zu werden. 


Nachdem ich das Päckchen geholt und den eisigen Schrottplatz verlassen hatte, war ich im Anflug auf die Orbitalstation Port Tressler, dem Zielort für meine Lieferung. Wenigstens ein Ort ohne Eis und Schnee. Ich wollte gerade die Landegenehmigung einholen, als ein Alarm ertönt. Die Schilde flackerten auf und waren binnen Sekunden auf 50% zusammengebrochen. Ohne zu wissen was los war gab ich vollen Schub. Die Triebwerke brüllten und katapultieren die White-Rabbit in Richtung des Planeten. Die Einschläge der Geschosse wurden weniger. Ich entkoppelte den Antrieb, drehte das Schiff um 180 Grad und flog weiter rückwärts mit maximaler Geschwindigkeit. Ich richtete den Scanner auf meinen Angreifer. Es war eine Aurora. Wer zum Teufel griff eine Star Runner mit einer Aurora an? Ich hatte keine Zeit zum Nachdenken. Plötzlich ging ein Ruck durch mein Schiff. Flammen waren durch das Cockpitfenster zu sehen. Die Gravitation von Microtech hatte mich erfasst. Ich tauchte unkontrolliert in die Atmosphäre des Planeten ein. Die Star Runner war in Feuer gehüllt. Die Höhenanzeige raste so schnell, dass ich die Zahlen nicht lesen konnte. Im freien Fall stürzte ich dem Boden entgegen. Die Aurora verfolgte mich noch immer. Ich gab vollen Schub um den Sturz zu bremsen. Die Triebwerke kämpften gegen die Gravitation. Die Aurora kam näher. Dann tauchte auch sie in die Atmosphäre ein und wurde in Flammen eingehüllt. Beide stürzten wir tiefer. Dann raste die Aurora in Form eines Feuerballs an mir vorbei. Meine White-Rabbit gewann an Höhe. Die starken Haupttriebwerke hatten den Sturzflug abgefangen. Die Aurora stürzte weiter in die Tiefe und tauchte nicht wieder auf.


Schließlich konnte ich dem Griff der Gravitation von Microtech entfliehen und landete auf Port Tressler. Ich hatte keine Ahnung wer mich angegriffen hatte. Piraten? Konkurrenten? Die Mächte hinter ENOS oder dem Killersatelliten? Die Thiago Lobby? Das Planetensystem Microtech blieb ein heißes Pflaster für mich. Doch ich musste hier bleiben und Kontakt mit meinem Spitzel bei Shubin halten um mehr über die Hintergründe von ENOS und dem Killersatelliten zu erfahren. Es war ein Spiel mit dem Feuer. 



English version

Log #131 - Ice and fire




An icy storm was raging. It was dark and cold. I had landed right in front of the building. The walk from the White Rabbit's cargo ramp to the outpost's airlock was short. Still, it took me longer than I thought. With heavy steps I struggled against the storm. If the wind hadn't been so loud, the crunching of the snow under my feet could have been heard. The planet Microtech and its three moons were ice spheres. They were farthest from Stanton's central star and received little heat. I should have known better, and yet I was wearing only light armor. The cold bored through my spacesuit like sharp needles. I guess I hadn't learned anything when I almost froze to death on the skyscraper in New Babbage.


Even in the outpost, the storm was unmistakable. The wind tugged at the walls and the roof. It pounded the building like an icy fist. The wall paneling rattled like the teeth of a freezing man. It was uncomfortable. If I had stayed longer, I would have worried whether the building could withstand the force of the ice storm. But I had no intention of staying longer than necessary. I grabbed the package and left as quickly as I had come.


Supply flights for drug production were a time-sensitive matter. Not because the goods were perishable. You never knew who would show up unexpectedly. And when someone did show up, they were usually not friendly contemporaries. The key to success was to be invisible, to stay under the radar. And if you did show up, it was best to disappear quickly. After launching from the outpost, I disappeared with the White Rabbit, we melted into the snow and ice in the darkness of the night.


I had to take the package to a junkyard on another moon. Another ice sphere, the same cold. Here, too, a strong wind blew. It rushed through the icy skeletons of stranded spaceships. Large cranes stood in the junkyard. Their claws blew back and forth in the wind as if they were gently lulling themselves into an icy sleep. This time it was a longer walk from the landing site to the building. I had 15 minutes before the icy grip of cold death would take hold of me. And then there was the uncertainty. Would someone come? Was someone already here, lurking in ambush? There were plenty of hiding places for an ambush in the junkyard. As fast as the wind allowed, I ran to the building and delivered the package on the lower floor. But that was not the end of my mission. I had to use the stairs outside to get to the upper floor to pick up a small package of drugs. I was not comfortable being in the junkyard for so long, being exposed to the dangers for so long. The dangers of the cold. The danger of being discovered. 


After picking up the package and leaving the icy junkyard, I was on approach to the orbital station Port Tressler, the destination for my delivery. At least it was a place without ice and snow. I was just about to get permission to land when an alarm sounded. The shields flared up and within seconds had collapsed to 50%. Without knowing what was going on, I gave full thrust. The engines roared and catapulted the White Rabbit toward the planet. The impacts of the projectiles became less. I disengaged the engines, turned the ship 180 degrees and continued flying backwards at maximum speed. I pointed the scanner at my attacker. It was an Aurora. Who the hell attacked a Star Runner with an Aurora? I didn't have time to think. Suddenly, a jolt went through my ship. Flames were visible through the cockpit window. The gravity of Microtech had seized me. I dived uncontrollably into the atmosphere of the planet. The Star Runner was engulfed in fire. The altitude display raced so fast I couldn't read the numbers. In free fall, I plummeted toward the ground. The Aurora was still pursuing me. I gave full thrust to break the fall. The engines fought against gravity. The Aurora came closer. Then it too dipped into the atmosphere and was engulfed in flames. Both plunged lower. Then the Aurora sped past me in the form of a fireball. My White Rabbit gained altitude. The powerful main engines had intercepted the dive. The Aurora continued to plummet and did not resurface.


Finally, I was able to escape the grip of Microtech's gravity and landed on Port Tressler. I had no idea who had attacked me. Pirates? Competitors? The powers behind ENOS or the killer satellite? The Thiago lobby? The planetary system Microtech remained a hot spot for me. But I had to stay here and keep in touch with my informer at Shubin to learn more about the background of ENOS and the killer satellite. It was a game of fire. 

Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

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